Sabeom   Nim Bu Kyosa Nim 합기도 무예도
Hapkido Muyedo

   Dō - der Weg  pdf

Viele asiatische Kampfsportarten und Kampfkünste führen „DO“ als Namensbestandteil. Bekannte Beispiele aus Japan und Korea sind

Hanja-Kanji Tao-Do
  • Bu, „Weg des Krieges“
  • Ju, „Sanfter Weg“
  • Karate, „Weg der leeren Hand“
  • Aiki, „Weg zur Harmonie der Kräfte“
  • Mudo, „Weg des Krieges“
  • Taekwondo, „Weg mit Fuß und Faust“
  • Hapkido, „Weg zur Harmonie der Kräfte“
    Namensgleiche Schreibweise in Japan Flag Kanji für Aikido und South Korean Flag Hanja für Hapkido, nicht jedoch Gleichheit der beiden Kampfkünste in ihrer technischen Ausführung.

Der Weg bezeichnet eine Art und Weise etwas zu tun, gibt eine Richtung vor. Gemeint ist hier jedoch nicht die Technik und Ausführung der Kampfkünste. Für den Begriff Technik (Kunst) kennen wir japanisch „jutsu“ (vergl. Schwertkunst - Kenjutsu) und im Koreanischen „sul“ (vergl. Hapkido Techniken - Kwon Sul).

Die Anwendung und Begrifflichkeit als Weg ist hier eher dem Philosophischem zuzuordnen und hat seinen Ursprung im Daoismus. In den Selbstdarstellungen vieler Kampfkünste wird versucht, Richtlinien zu formulieren um den abstrakten Begriff des  도  begreiflicher darzustellen. Im Allgemeinen werden ethische Verhaltensweisen formuliert, welche häufig nicht nur spezifisch auf Kampfkunst bezogene Situationen, wie etwa im Trainingsumfeld im Dojang oder Dōjō, Bezug nehmen. Vielmehr entsprechen sie üblicherweise, durchaus auch Kultur übergreifend, den im sozialen Umfeld und zwischenmenschlichen Bereichen positiv behafteten Wertvorstellungen. So formuliert die „Japan Karate Association (JKA)“ für sich den Leitspruch:

Oberstes Ziel in der Kunst des Karate ist weder Sieg noch Niederlage, sondern liegt in der Vervollkommnung des Charakters des Ausübenden.

Respekt, Verantwortung sowie Selbstbeherrschung und Toleranz sind nur einige der typischen Eigenschaften, welche im Sinne des gefordert werden. Dies gilt ebenso während des Trainings und der Ausübung der Kampfkünste als auch im gesamten Lebensbereich und Lebensumfeld. Es wird deutlich, dass als ein Lebensweg, der gewählte Weg durchs Leben, verstanden werden möchte. Hierzu passt sicherlich auch das Zitat:

Wie in vielen japanischen Künsten liegt im Budo der Sinn eher im „Tun“ als im Ergebnis; es ist ein Prozess, dessen Ergebnis offen und oft auch nebensächlich ist.

[bny]

© Hapkido Muyedo Neu-Isenburg e.V.

Animierter Kampfkünstler, Schläge und gesprungene Tritte
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