Sabeom   Nim Bu Kyosa Nim 합기도 무예도
Hapkido Muyedo

도복   Dobok - der Anzug für den Weg

Beim Hapkido-Training wird traditionell der Dobok getragen. Dieses koreanische Wort setzt sich aus den Begriffen „Do“, Weg und „Anzug“, Bok, zusammen. Die sinngemäße Übersetzung ist dann „Der Anzug für den Weg“. Die uniformierte Bekleidung beim Training erzeugt ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Der Dobok als Kleidungsstück leitet sich von traditoneller Bekleidung her, traditionell auf einige Gegenden und gesellschaftliche Schichten in Ostasien bezogen, und setzt sich aus drei Teilen zusammen:

  • Die Jacke, „Sangui“ - 상의
  • Die Hose, „Haui“ - 하의
  • Der Gürtel, „Ddi“ -

Die Farben des beim Hapkido-Training getragenen Dobok sind nicht „als Naturgesetz“ festgelegt und davon abhängig, welchem Verein oder Verband sich ein Hapkidoin anschließt und ob es in der jeweiligen Vereinigung entsprechende Verabredungen gibt. Die Farbkodierungen der Anzüge können durchaus zusätzlich zum getragenen Gürtel den Level der erreichten, geprüften oder ansonsten anerkannten Kenntnisstände ausdrücken. Das können dann unterschiedliche Farbkombinationen von Jacke-Hose ebenso sein wie farblich abgesetzte Revers oder gesteppte Rauten auf den Jacken. Und auch hier wird gerne mit unterschiedlichen Farben gearbeitet.

Die traditionelle Jacke des Doboks, 도복, wurde nur vom Gürtel, dem , zusammen gehalten. In der Moderne entwickelten sich die Kampfkünste zum Teil weg von ihren Ursprüngen, hin zu Sportarten. Nun wurde die Funktion der Gürtel als Kleidungsstück erweitert. Durch die Farbgebung der Gürtel wird heute ein geprüfter Kenntnisstand, eine Graduierung der ausgeübten Kampfkunst angezeigt. Auch hier sind die Farbkodierungen nicht übergreifend einheitlich, so dass eine Aussage zum Level durch die Benennung der Graduierung wie dritter „Kub“ oder zweiter „Kyu“ eindeutiger ist.
Wenn auch sicherlich für den ein oder anderen wettbewerbsorientierten Kampfsportler die durch den Gürtel farblich signalisierte Graduierung als willkommenes Statussymbol genutzt werden mag, so ist, zumindest in der theoretischen Ideologie der weniger oder gar nicht wettbewerbsorientierten Kampfkünstler der Gürtel eigentlich, vorrangig und überhaupt zum Zusammenhalten der Jacke da. Wie gesagt, theoretisch ist das so ... :)

Der Dobok wird traditionell im Sinne des mit sorgsamen Respekt behandelt. So gibt es auch verschiedene Vorschläge, wie der 도복 für den Transport zusammen gelegt werden möge.

[bny]

© Hapkido Muyedo Neu-Isenburg e.V.

Animierter Kampfkünstler, Schläge und gesprungene Tritte
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